celestafreund
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Zum Stimmen habe ich die Rückseite angebohrt...
Bohren ist gut.
Sicher weißt Du es, ansonsten ist es hier vielleicht auch von allgemeinem Interesse:
* Grundsätzlich sollte man schon erstmal mit der Säge an den Zielton herangehen gehen. Hierbei natürlich einige Cent über der Zieltonhöhe bleiben.
* danach gleich die Bohrungen/Stanzungen für die Befestigungen bei ~22,5%.
* erst dann Materialabtrag (Bohren oder Feilen) in der Mitte zum tiefer Stimmen, oder Materialabtrag bei Längen < 9% der Länge.
Falls der Klang danach nicht mehr harmonisch ist,
und das ist bei Platten oft der Fall, kann man den 1. Oberton bei ~31,6% und den 2. Oberton, z.B. (Oktave+Terz) bei ~22,5 tiefer stimmen.
Wenn man zwischen 50% und 31% bohrt/feilt erniedrigt man 1.+2. Oberton gemeinsam.
Um mir das zu ersparen, verwende ich lieber Röhren. Die klingen schon bei Grundtonstimmung oft ziemlich perfekt,
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Als Orgelbauer dürften Dich Fragen der "Mensur"
vielleicht interessieren. Damit meine ich das Verhältnis
von Plattenlänge und Breite bei gegebener Dicke;
in Deinem Fall 4 mm. Obwohl sich in der Theorie-Literatur für Stabspiele darüber leider gar nichts finden lässt, gibt es in der Praxis viele Instrumente, bei denen für Tenor-, Alt- und Diskantlagen in der Tendenz schmaler werdende Platten verwendet werden.
Meine (noch ungeprüfte) Vermutung ist, dass es nicht nur um eine erwünschte Minderung der subjektiven Lautheit in höheren Lagen geht, sondern auch um ein günstigeres Verhältnis von Masse zu Länge, was sicher einen Einfluss auf die Farbigkeit der Töne hat.
Sehr massereiche, schwere Platten ("Klotz") haben ja auch viele unharmonische Obertöne, genauso wie besonders leichte Platten ("Blech"). Irgendwo in er Mitte schlummern dann die schönen Klänge.
Ich schlummere jetzt auch mal.
gute N8,
Stefan