
Dreiklang
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Nein, denn Neues ist grundsätzlich immer interessantDas ist prima und erspart die lästige Mühe, sich auf Neues einzulassen.

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Nein, denn Neues ist grundsätzlich immer interessantDas ist prima und erspart die lästige Mühe, sich auf Neues einzulassen.
Es klingt völlig anders und wenn Bach auf der Geige gefiedelt wird, regt sich ja auch keiner über die verwendeten interpretatorischen Mittel auf.
Puristen scheint es in der Tat zu grausen, wenn z.B. Bachs Cembalokonzerte an bis zu vier Flügeln gespielt werden.
Allgemeingültige Aussagen (wie "Barockmusik klingt ohne Pedal besser") gibt es nicht. Man muß von Fall zu Fall beurteilen, ob's "paßt".
... warum die Barockmusik nicht ohne Pedal gespielt wird.
..., korrigieren die Partitur, bzw. den Fehler der darübersteht: "Menuett" (bitte durchstreichen),
Und der gilt auch gleich für rolf, Mick, pianovirus, Troubadix mit... weg mit diesen ganzen unsinnigen Dogmen von Werktreue, Texttreue, und historischer Aufführungspraxis. Fangt an, Musik wirklich zu verstehen ;)
Was ist denn das für eine Jesus-Nietzsche-Goethe Mischung. Hab ich noch was vergessen?Vernünftig spielen! Aber mit Gefühl! Schaltet doch endlich euren Denkapparat ein, dann werdet ihr schon sehen, dass Denken gar nichts bringt. Ihr fresst die Wahrheit ja nicht mal, wenn man sie euch im Suppenteller serviert. Ist halt Geschmackssache, jaja, aber dann muss ich euch leider attestieren, keinerlei Geschmack zu haben. Aber das ist ja auch subjektiv, und weil alles subjektiv ist, kann ich meine eigene Subjektivität für allgemeingültig erklären, denn ist ja meine Meinung, euch muss sie ja nichts angehen (ich binde sie euch dennoch gern auf die Nase, weil sie mir so gut schmeckt, ist halt mein Geschmack), euch Kopflos-Verkopfte, jammervolle Kreaturen, das Herz nicht am rechten Fleck. Hört doch endlich auf mit dem Lesen - ich predige euch den Übermenschen, und weder Philosophie noch Medizin, auch nicht Juristerei und Theologie hat er studiert, nein, denn Er hat Gefühle, die der spröden, alle unmittelbare ästhetische Erfahrung erstickenden Lektüre nicht bedürfen. Ab ins Feuer mit den obsoleten musikwissenschaftlichen Abhandlungen! Verbrennt die Historiker und alle Musikkritiker! Den Uhde schmeiße ich auch weg, denn er will mir vorschreiben, wie ich Musik zu hören hätte, doch wohin wären all die Großen der Welt denn gekommen, wie weit nur, wenn sie sich blind und stumm, taub und dumm an restriktive Dogmen und Regelwerke gehalten hätten? Wahrlich, ich sage euch, selig sind nur, die da arm sind im Geiste!
Bei so einem spontanen Vomblatt-Spiel ist das wohl erlaubt, evtl. Bindungsprobleme mit dem Pedal zu kaschieren. Aber in der Romantik ist es auch durchaus üblich u.U. aus klanglichen Gründen selbst bei Staccatobezeichnungen Pedal zu gebrauchen. Dann stehen die Staccato oder Portatatozeichen für eine Anschlagsart.... Da kam es schon öfter vor, dass Besucher gespielt haben was da so aufgeschlagen war. Zu meinem Erstaunen haben diejenigen immer mit Pedal gespielt, sogar wenn Schumann (ohne Pedal notiert) oder Türk auf dem Notenpult stand. Meine Reaktion darauf war jedes Mal diese:
Jemand hat mir mal gesagt, wer kein Legato spielen könne, der kaschiere diesen technischen Mangel mithilfe des Pedals....
... wozu maßgeblich die Hemiolen am Ende jeder Phrase beitragen. Durch deine Ritardandi entstellst du diesen Charakter aber völlig, weil die Hemiolen ein strenges Metrum benötigen. Das löst dann bei mir ein Gefühl des "Mißempfindens" aus. Im Barock kommen Hemiolen übrigens meistens in schnelleren Sätzen daher - auch dies ist ein Indiz dafür, dass du das Werk möglicherweise gründlich falsch verstehst....
LG, Mick
Hi,
da Du es schon zum 2. mal erwähnst und ich das nun grad einübe.
Wenn ich als Anfänger mal den Begriff Hermiole nachschlage und mit verschiedenen Online-Erklärungen nachvollziehe, gelingt mir es irgendwie nicht, diese Hermiolen am Ende der Abschnitte wiederzuerkennen.
Eine Überbindung der Töne über die Takte hinweg ist doch hier gar nicht gegeben, oder?
Du kannst jeweils den drittletzten und vorletzten 3/4-Takt eines Abschnitts zu einem "großen" 3/2-Takt zusammenfassen. Dadurch verschieben sich die Betonungen: die 3 des drittletzten Taktes wird etwas schwerer, ebenso die 2 des vorletzten Taktes. Die normalerweise schwere 1 des vorletzten Taktes wird dadurch leicht. Unterstreichen kann (und sollte) man die Hemiolen auch durch eine entsprechende Artikulation; z.B., indem man jeweils 2 Viertel bindet.
Auf dem Video, das Rheinkultur verlinkt hat (ist das der gescholtene Dr. Huckleberry?), kann man die Hemiolen deutlich hören. Insofern macht der Pianist da vieles richtig - auch wenn die Aufnahme ein wenig uninspiriert wirkt.
LG, Mick
Danke, bei dem vorletzten Abschnitt kann ichs mir noch irgendwie vorstellen, wenn ich nur die Melodielinie betrachte, aber schon die Begleitung ist ganz normal dort 3/4 ... kein Taktwechsel nach 3/2 oder so.
Beim drittletzten kann ichs einfach gar net kapieren, lauter ungebundene 1/4 Noten, aber vielen Dank für den Erklärungsversuch.
Den Uhde finde ich klasse geschrieben - für Freunde der Beethoven-Sonaten, wie mich, ein "Muß". Definitiv: eine Empfehlung (nicht nur) meinerseits.
@Marlene: Das war auch nicht auf Dich bezogen. Auf Deine Frage bezog sich nur der erste Satz.Zitat von Marlene:Ich habe mich nicht aufgeregt, ich habe nur gefragt.
Sachliche Kritik kann man auch in angemessenem Ton anbringen und wenn sie nicht angenommen wird, muss man nicht noch noch selbstgefällig nachholzen.
man nennt sowas unter Kennern auch SatireWas ist denn das für eine Jesus-Nietzsche-Goethe Mischung. Hab ich noch was vergessen?
@mick mach am besten ein Notenbeispiel und mal das farbig rein, damit man´s sieht (dass du bei mir damit offene Türen einrennst, besagt erstmal gar nichts...)Der Taktwechsel wird auch nicht ausnotiert. Die Hemiolen ergeben sich einfach aus der melodischen und noch mehr aus der harmonischen Struktur des Satzes.
Ne, falsch - der Anpfiff findet im Fußballfaden statt (und schreib' mal bitte dort weiter, und nicht hier
Mick, für so etwas ist der Papst zuständig. Wir diskutier(t)en hier bloß, über das eine oder andere. Alles - letztlich - kein Grund zur Aufregung. Übermorgen ist eh alles vergessen...Aber der Absolutheitsanspruch, den du deiner Auffassung mitgibst, (...)
Nun, es gibt genug Dinge, die ich nicht verändert habe. Zum Beispiel die Wiederholungsanweisungen... man hätte vielleicht auch auf die Wiederholungen verzichten können. Aber Herr Krieger wollte es nunmal so. Ermessenssache: so weit wollte ich in Kriegers Arbeit dann doch nicht eingreifen.Wenn das Menuett von Krieger Deiner Meinung nach ein Fehler ist (oder dass er es als Menuett und nicht als Sarabande oder was auch immer komponiert) oder ein anderes Werk so nicht genehm ist, warum es dann verändern und entstellen?
Da dieses einfache Stück hier ganz gut angekommen ist, kann ich ja beides verbinden: meine nächste Einspielung wird dann eine kleine Komposition von mir werden.Warum nicht einfach etwas komponieren (Du scheinst dafür ja die Fähigkeiten zu besitzen) und damit seine eigenen Vorstellungen umsetzen?
Meine Meinung, der man sich aber nicht unbedingt anschließen muß, dazu ist die folgende:Wo kämen wir denn hin wenn jeder die Partituren auslegte wie er will?
Zum Kürzen/Bearbeiten/Verändern von Stücken ganz allgemein: meine Meinung: wenn man weiß, was man da tut, ist es okay.
Ne, falsch - der Anpfiff findet im Fußballfaden statt (und schreib' mal bitte dort weiter, und nicht hier... hier geht's nämlich um eine schöne Einspielung von meinereiner.)
charakterisierst Du Dich sehr genau – Bücher sind für Dich ohnehin Feindesland, Erkenntnisse, wissenschaftliche zumal, setzt Du in Anführungsstriche, und Du bist natürlich unfähig zu begreifen, daß es gar nicht um Bücher oder Wissenschaft, sondern um die Kenntnis eines Traditionszusammenhangs geht, in dem wir und die Dinge um uns herum stehen und über den man sich gefahrlos erst dann hinwegsetzen kann, wenn man von ihm durchdrungen ist.völlig verkopft, streng nach Vorschrift, und gemäß bücherfüllender sogenannter "musikwissenschaftlicher Erkenntnisse".
Dieser Satz schafft Klarheit hinsichtlich Tempowahl und Gestaltung eines Satzes, wenn dem gespielten Stück ein Tanzmodell zugrunde liegt, ohne dass bei der Ausführung tatsächlich getanzt wird. Ein fettes "Like" für diese treffende Formulierung, die naturgemäß nicht nur für Trauertänze gilt.Für das Spielen solcher Musik besteht die Kunst darin, den Tanzcharakter weder vergessen zu machen noch zu betonen.