"Neu" heißt "neu mit Vollgarantie", oft auch mit recht vielen Jahren: Yamaha bietet 10 Jahre Sorglosigkeit. Hier im Forum gab es schon einige Beiträge, wo sich der gute Kauf als Pferdehandel entpuppte — davor ist man damit gefeit.
Wenn du auf den elektronischen "Firlefanz" verzichten willst, dann ist das nicht so kritisch, solange das Klavier in einem wenig verschlissenen Zustand ist und nicht "runtergespielt" wurde und der Stimmstock hält. Ein Fachmann wird das einem Instrument einigermaßen ablesen können, wenn der Fachmann der Verkäufer ist kann man das glauben, muss man aber nicht.
Und klar ist der Wertverlust am Anfang am höchsten. Aber auch die Freude! "Neu" glänzt einfach ganz anders.
"Günstig" gekauft ist ein Instrument nur dann, wenn man es auch gut wieder verkaufen kann. Der Gewinn liegt im Einkauf! Instrumente ohne Silent-System sind am Markt stark unter Druck, modische Designs verkleinern die Zielgruppe zusätzlich.
Die teureren C. Bechstein und W. Hoffmann Klaviere fand ich klanglich recht gut (eben nicht alle!), meine Frau mochte auch die Spielweise, aber der Preis war das K.O. Man zahlt bei Neuinstrumenten dieser Marke den aufwändigen Vertrieb mit. Ein hochwertiges asiatisches Modell kann m. E. (ja, Frevel!) qualitativ mithalten (etwas anders: ja — besser oder schlechter: nein) und kostet fast die Hälfte. Wir haben uns daher für den neuen Japaner entschieden — mit elektronischem Schnickschnack.
Die von dir genannten Klaviere sind sicherlich gute Produkte. Wenn dir Klang und Spielweise zusagen und der Händler seriös ist, dann bleibt es eigentlich Geschmackssache.