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Ich bin in der letzte Zeit mehrmals angefragt worden ueber die franzoesischen alten Instrumente und Pianisten in Frankreich zu berichten. Ich werde gegebenenfalls Euch die Adresse geben wo ihr selber nachlesen und hoeren koennt, ansonsten ich zuviel zu tun haette. Es waere interessant wenn wir ueber die Themen vor allem ueber die Pianisten ( - innen ) diskutieren koennen . Ich betone hier handelt es sich nicht um sektirerisches, was hier auch schon ich nehme an missverstaendlicher weise angetoent worden ist , sondern um die Erhaltung wertvoller Instrumente aus der Zeit der grossen Komponisten, sie sind ein wichtiges Gut und bringen Erkenntnise fuer jeden Pianisten (- in ) und Musikfreund. Auch moechte nochmals darauf hinweissen , manchmal ist es etwas schwierig mich genau auszudruecken es wird Fehler geben , da im Franzoesischen manches anders formuliert wird auch die Satzstellung etc.
Die hystorischen Instrumente erfreuen sich immer mehr an Interessen, in Frankreich geht heute kaum noch ein junger Pianist daran vorbei man darf sagen eine Renaissance diese Instrumente hat statt gefunden d.h. schon seit einigen Jahrzehnten aber der grosse Durchbruch ist seit einigen Jahren unverkennbar, die grossen Pianisten zeigen dabei auch immer mehr Interesse daran.Ich zitiere TOBIAS KOCH der deutsche Pianist und der Wiener Pianist und Klavierrestaurateur GERD HECHER die Aussagen dieser beiden ist auch das Motiv vieler anderen, anbei ein Auszug aus ihren Aussagen . Jeder kann
sich bemuehen die Hommpage der beiden anzuschauen. Ich werde so fern gewuenscht dann Pas a PAS weiterfahren als nicht heute, sondern wie gesagt Schritt fuer Schritt. Merci beaucoup Destenay
TOBIAS KOCH http://www.tobiaskoch.eu/indexf7.htm
Das neue Album ist, wie all ihre Genuin-Alben mit Werken von Schumann, Mendelssohn, Burgmüller und Mozart auf “ursprünglichen Instrumenten” (eine schöne Formulierung) eingespielt worden …
Jaja, für den ein wenig umständlichen Begriff “ursprüngliche Instrumente” habe ich schon manche Schelte eingesteckt. Er ist in Überlegung mit einer meiner Duo-Partner, der Geigerin Lisa Marie Landgraf, entstanden. Heutzutage heißt es ja auf dem Cover meistens: “Auf historischen Instrumenten”. Aber “historisch” ist ja irgendwie alles, auch die letzte Zigarre, die Churchill geraucht hat, und bei Klavieren fallen darunter ebenso Nachbauten von historischen Instrumenten, die aber eigentlich ganz neue Instrumente sind. Kopien eben. Und auch Horowitz´ Steinway ist ja jetzt ein historisches Instrument! Mein Konzept war es von Anfang an, nur auf wirklich “ursprünglichen Instrumenten” zu spielen, ich war immer auf der Suche nach dem idealen Klang – gerade weil es den gar nicht gibt! Außerdem sehen diese Klaviere, Clavichorde, Cembali auch traumhaft schön aus. Es sind ja auch Möbelstücke und Zeugen eines Kunsthandwerks, das heute kaum noch in dieser Exklusivität existiert! Die Suche danach ist nicht einfach, und die Instrumente müssen natürlich auch in “ursprünglichem” Zustand erhalten sein, man muss sich durchaus an sie gewöhnen, sich ihre Eigenheiten mit Geduld erschließen. Aber sie haben für mich eine einzigartige klangliche Magie, die weit über jede perfekte Kopie hinausgeht – und es gibt sie! Das Cembalo, auf dem ich Mozart-Violinsonaten eingespielt habe, ist in Paris noch vor der französischen Revolution gebaut worden und dann von Hand zu Hand gegangen. Alle diese Claviere haben eine lange Geschichte, man muß Ihnen zuhören, kann nichts fordern. Sie geben alles von selber, nicht mehr – und nicht weniger. Alles Andere also als ein klanglicher Selbstbedienungs-Supermarkt, wie es oft beim modernen Flügel der Fall ist. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen moderne Flügel, aber auch nichts dafür … ich höre und spiele einfach anders. Und das war schon immer so.
GERD HECHER http://www.hecherpiano.com/start_d.html
Die Vielfalt an verschiedenen Instrumenten, die noch um 1900 anzutreffen war, ist einer schalen Einfalt gewichen. Das heutige Klavier ist das Resultat einer Entwicklung, die im späten 19. Jahrhundert in Amerika einsetzte und dann die ganze klavierbauende und -spielende Welt erfasste. So kommt es, daß die meisten modernen Klaviere sehr ähnlich klingen, weil sie praktisch einem einzigen Konstruktionsprinzip huldigen. Kritiker dieser Ansicht mögen einwenden, daß sich dieser Klaviertypus sozusagen "darwinistisch" durchgesetzt hat. Tatsächlich erleben wir heute im Klavierbau eine industrielle Massenproduktion, in der sich kulturelle Beschränktheit und weltumfassende Profitgier spiegeln.
Ignaz Pleyel Fluegel 1836 Destenay


Michèl Boegner Nocturne No. 21 in C Minor, Op. posthume Pleyel 1836 oben
http://www.youtube.com/watch?v=w7WIAGXJ-9A
Die hystorischen Instrumente erfreuen sich immer mehr an Interessen, in Frankreich geht heute kaum noch ein junger Pianist daran vorbei man darf sagen eine Renaissance diese Instrumente hat statt gefunden d.h. schon seit einigen Jahrzehnten aber der grosse Durchbruch ist seit einigen Jahren unverkennbar, die grossen Pianisten zeigen dabei auch immer mehr Interesse daran.Ich zitiere TOBIAS KOCH der deutsche Pianist und der Wiener Pianist und Klavierrestaurateur GERD HECHER die Aussagen dieser beiden ist auch das Motiv vieler anderen, anbei ein Auszug aus ihren Aussagen . Jeder kann
sich bemuehen die Hommpage der beiden anzuschauen. Ich werde so fern gewuenscht dann Pas a PAS weiterfahren als nicht heute, sondern wie gesagt Schritt fuer Schritt. Merci beaucoup Destenay
TOBIAS KOCH http://www.tobiaskoch.eu/indexf7.htm
Das neue Album ist, wie all ihre Genuin-Alben mit Werken von Schumann, Mendelssohn, Burgmüller und Mozart auf “ursprünglichen Instrumenten” (eine schöne Formulierung) eingespielt worden …
Jaja, für den ein wenig umständlichen Begriff “ursprüngliche Instrumente” habe ich schon manche Schelte eingesteckt. Er ist in Überlegung mit einer meiner Duo-Partner, der Geigerin Lisa Marie Landgraf, entstanden. Heutzutage heißt es ja auf dem Cover meistens: “Auf historischen Instrumenten”. Aber “historisch” ist ja irgendwie alles, auch die letzte Zigarre, die Churchill geraucht hat, und bei Klavieren fallen darunter ebenso Nachbauten von historischen Instrumenten, die aber eigentlich ganz neue Instrumente sind. Kopien eben. Und auch Horowitz´ Steinway ist ja jetzt ein historisches Instrument! Mein Konzept war es von Anfang an, nur auf wirklich “ursprünglichen Instrumenten” zu spielen, ich war immer auf der Suche nach dem idealen Klang – gerade weil es den gar nicht gibt! Außerdem sehen diese Klaviere, Clavichorde, Cembali auch traumhaft schön aus. Es sind ja auch Möbelstücke und Zeugen eines Kunsthandwerks, das heute kaum noch in dieser Exklusivität existiert! Die Suche danach ist nicht einfach, und die Instrumente müssen natürlich auch in “ursprünglichem” Zustand erhalten sein, man muss sich durchaus an sie gewöhnen, sich ihre Eigenheiten mit Geduld erschließen. Aber sie haben für mich eine einzigartige klangliche Magie, die weit über jede perfekte Kopie hinausgeht – und es gibt sie! Das Cembalo, auf dem ich Mozart-Violinsonaten eingespielt habe, ist in Paris noch vor der französischen Revolution gebaut worden und dann von Hand zu Hand gegangen. Alle diese Claviere haben eine lange Geschichte, man muß Ihnen zuhören, kann nichts fordern. Sie geben alles von selber, nicht mehr – und nicht weniger. Alles Andere also als ein klanglicher Selbstbedienungs-Supermarkt, wie es oft beim modernen Flügel der Fall ist. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen moderne Flügel, aber auch nichts dafür … ich höre und spiele einfach anders. Und das war schon immer so.
GERD HECHER http://www.hecherpiano.com/start_d.html
Die Vielfalt an verschiedenen Instrumenten, die noch um 1900 anzutreffen war, ist einer schalen Einfalt gewichen. Das heutige Klavier ist das Resultat einer Entwicklung, die im späten 19. Jahrhundert in Amerika einsetzte und dann die ganze klavierbauende und -spielende Welt erfasste. So kommt es, daß die meisten modernen Klaviere sehr ähnlich klingen, weil sie praktisch einem einzigen Konstruktionsprinzip huldigen. Kritiker dieser Ansicht mögen einwenden, daß sich dieser Klaviertypus sozusagen "darwinistisch" durchgesetzt hat. Tatsächlich erleben wir heute im Klavierbau eine industrielle Massenproduktion, in der sich kulturelle Beschränktheit und weltumfassende Profitgier spiegeln.
Ignaz Pleyel Fluegel 1836 Destenay


Michèl Boegner Nocturne No. 21 in C Minor, Op. posthume Pleyel 1836 oben
http://www.youtube.com/watch?v=w7WIAGXJ-9A
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