Frage zu Luftbefeuchtern

Das ist ein Wortspiel!

Ganz unironisch, ernsthaft und nicht beleidigend gemeint: Ist Deutsch eine Zweitsprache für dich? Dir scheint einiges Subtext, Kontext, ... zu entgehen.

Wenn Du mir das Wort im Mund rumdrehst (wie ein Fön = Fußbodenheizung mit Ventilator ), so darf ich das auch, oder ? Ein kreativer Umgang mit der Sprache ist doch völlig legitim, und die ersten drei Worte Deiner Antwort #298 spiegeln Deine Einstellung eben m.E treffend wieder. Die Beleidigung "Zweitsprache" ignoriere ich nun mal, genauso wie Deine weiteren provokanten, und destruktiven Äußerungen, auf die ich ab sofort nicht mehr eingehe. Mit Deiner selbst auferlegten Selbstreflexion hat das nichts zu tun.

So, zurück zum Thema bitte !
 
Du tust so, als ob du einfache Dinge nicht verstehst, und wunderst dich dann, wenn ich glaube, dass du die Sprache nicht beherrschst? Naja...

Ein Fön hat zwei Komponenten:
Eine, die Luft stark(!) erhitzt.
Eine, die die erhitzte Luft in eine Richtung bewegt.
Der Zweck eines Föns ist zu trocknen.

Eine (moderne*) Fußbodenheizung erwärmt die Luft um wenige Grad (was nur eine geringfügige Änderung der rel. Luftfeuchtigkeit bedeutet, siehe #296) und überlässt sie dann sich selbst. Damit fällt eine von zwei Komponenten weg und die andere funktioniert auch anders. Die Fußbodenheizung ist großflächig verbaut und hat NICHT den Zweck zu trocknen.
Also nein, "wie ein Fön" ist schlichtweg falsch. Nicht einmal zu 25% wie ein Fön.

Alte Fußbodenheizungen waren deutlich heißer und entsprechend auch problematisch. Daher kommt der schlechte Ruf. Aber der ist inzwischen veraltet.

*Das ist weiter oben mit 'Neubau' gemeint. Moderne Komponenten, und nicht 'Der Estrich muss noch fertig trocknen.'
 
Draußen nicht. Weil die Kapazität so klein ist, genügen schon wenige Gramm, dass die Luft gesättigt ist.

Nur hat man drinnen den umgekehrten Effekt. Weil die kalte, hoch gesättigte Luft erwärmt wird, ist sie in der Wohnung relativ trocken.
Und im Sommer wird die heiße, nicht komplett gesättigte Luft in der Wohnung abgekühlt und daraus entsteht drinnen(!) hohe Luftfeuchtigkeit.

Der WasserGEHALT in der Luft draußen ist im Winter deutlich niedriger als im Sommer.
Dadurch, dass die Wohnung das ganze Jahr ungefähr die gleiche Temperatur hat, wird dort übers Jahr gesehen der absolute Gehalt sichtbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Draußen nicht. Weil die Kapazität so klein ist, genügen schon wenige Gramm, dass die Luft gesättigt ist.
Stimmt, das hatte ich nicht bedacht.
Der WasserGEHALT in der Luft draußen ist im Winter deutlich niedriger als im Sommer.
Genau. Davon war ich ausgegangen, daher der Denkfehler. Was die Frage aufwirft: kann man sagen, dass es im Winter trockener ist? Also nicht die relative Luftfeuchtigkeit sondern der Wassergehalt. Ist halt die Frage, wie man trocken definiert.
 
kann man sagen, dass es im Winter trockener ist?
Unbedingt!

Man muss bei Begrifflichkeiten immer aufpassen, ob es sich um absolute oder relative Luftfeuchte handelt. Draußen isses im Winter absolut trocken und relativ feucht. :-)

Bei der Holzfeuchte gibt es auch beide Begriffe (und beide werden verwirrenderweise in % angegeben), wobei es hier im Gegensatz zur Luft meist um die absolute Feuchtigkeit geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir verwenden im Winter einen Venta LW 74, der nur von 0:30 bis 8:00 Uhr läuft — weil er auch auf kleinster Stufe recht hörbar ist. Damit können wir die "winterliche" Raumluftfeuchte von 25 bis 30% auf 40 bis 45% anheben. Wenn das Mobiliar und die Wände mal "gesättigt" sind, dann bleibt die Luftfeuchte auch tagsüber recht stabil höher.

Das Gerät ist auch sehr wartungsarm und kommt ohne Chemie aus, nur diese Enthärter/Silberpartikel-Scheibe ist einmal pro Jahr zu wechseln, wenn das Gerät nur drei bis fünf Monate läuft — kommt halt auf die Wasserhärte an, ein konsequent durchgeführter wöchentlichen Wasserwechsel hilft gegen Hygieneprobleme.
 
Wir verwenden im Winter einen Venta LW 74, der nur von 0:30 bis 8:00 Uhr läuft — weil er auch auf kleinster Stufe recht hörbar ist.

@Austro-Diesel, meinst Du mit "hörbar" das Motorgeräusch? Meiner ist auf Stufe 1 so leise, dass es mich geräuschempfindlichen Menschen nicht nervt. Was mich aber nervt (und daher lasse ich ihn meist nur nachts laufen) sind seltsame Knarz- und Grunzgeräusche mehrmals in der Minute.
 

Draußen nicht. Weil die Kapazität so klein ist, genügen schon wenige Gramm, dass die Luft gesättigt ist.

Nur hat man drinnen den umgekehrten Effekt. Weil die kalte, hoch gesättigte Luft erwärmt wird, ist sie in der Wohnung relativ trocken.
Und im Sommer wird die heiße, nicht komplett gesättigte Luft in der Wohnung abgekühlt und daraus entsteht drinnen(!) hohe Luftfeuchtigkeit.

Der WasserGEHALT in der Luft draußen ist im Winter deutlich niedriger als im Sommer.
Dadurch, dass die Wohnung das ganze Jahr ungefähr die gleiche Temperatur hat, wird dort übers Jahr gesehen der absolute Gehalt sichtbar.
Mein Hygrometer zeigt in der kalten Jahreszeit drinnen 25 -knapp 40% , abhängig von der Aussentemperatur, an und draußen ebenfalls eine niedrige Luftfeuchtigkeit.

Aber mich interessiert sowieso nur, ob im Klavierzimmer die Luftfeuchtigkeit ausreicht.
Da bin ich doch mit 40% auf der sicheren Seite, oder?
 
Mein Hygrometer zeigt in der kalten Jahreszeit drinnen 25 -knapp 40% , abhängig von der Aussentemperatur, an und draußen ebenfalls eine niedrige Luftfeuchtigkeit.
Wann liest du es denn ab?
Die Kurve ist gegenläufig zur Temperatur und schwankt entsprechend zwischen Tag und Nacht.
Aber es kann natürlich sein, dass sich der Ort, an dem du wohnst, nicht an den landesweiten Trend hält.
 
Zu Tode gefürchtet ist auch schon fast gestorben. Ein massives Holzinstrument trocknet nicht an einem Tag aus und es braucht auch etwas länger, um die Feuchte aus der Luft wieder aufzunehmen. 40% sind im Mittel ein passabler Wert, "Idealwerte" wird kaum wer dauerhaft im modernen Wohnbau erreichen. Yamaha empfiehlt 35 bis 55% Luftfeuchte und bezeichnet 45% als ideal.


Das Gebläse unseres Venta LW 74 rauscht auch auf kleinster Stufe so laut, dass man im ruhigen Wohnzimmer auf drei Meter Entfernung langsam aber sicher genervt ist.

Und ja, alle Betrachtungen zur relativen und absoluten Luftfeuchte und deren umgekehrten Zusammenhang sind korrekt. Immer, wenn sich die Temperatur eines eingeschlossenen Luftvolumens mit einem bestimmten, absoluten Wasserdampfanteil ändert, ändert sich umgekehrt die relative Luftfeuchte.
 

Zurück
Top Bottom