Ich find das ja lustig, wenn ein Steinway D mit Wert von mehreren Zehntausenden Euros mit so nem Billigkrams aufgenommen werden soll. Was soll da draus entstehen außer Klaviersound in Bootleg Qualität ?
Mein Setup ist folgendes:
Mikrofone : MBHO MBP 603 mit KA100 (Kugel) oder KA200 (Niere) Kapsel. Wenn der Raum sehr gut klingt, sind Kugeln die erste Wahl. Wenn nicht auf Nieren zurückgreifen. Das einzige Upgrade was hier noch geht ist Schoeps MK21 breite Niere, da kostet aber das Paar 3000 Euritos (sagen die Spanier).
Mikrofonpreamp: Lake People F355 Class A oder aber DAV Electronics BG No. 2 (da bin ich noch untentschlossen was mir besser gefällt, teste bald1:1)
Digitalwandler: Lake People F45 (gibts leider nur noch aufm Gebrauchtmarkt, auc der F444 ist nicht mehr im Programm, irgendwas in der highend-liga von Digitalwandlern sollte es schon sein wg. der Transienten, 48khz reicht völlig, mache ja keine Musik für Fledermäuse)
Wordclock Generator Rosendahl Nanosyncs ( holt das letzte Quäntchen Transparenz und Tiefendynamik aus dem Wandler,leider auch nicht mehr neu verfügbar).
Das Ganze geht via
RME Digiface USB in das Tablet. Abmischen mit Softube Weiss EQ, Compressor, und wahlweise Reverbs von TC Electronic VSS4 bzw. Relab QuantX, respektive Slate Digital Virtual Tape Machine, damit der Sound nicht zu digital rüberkommt-Stichwort analoge Sättigung. Bässe muss man beschneiden, ansonsten minimalste Eingriffe im HF Bereich, wenn der Sound zu grell oder zu matt ist.
Das ist eine wirklich hochwertige Kette, die sogar portabel ist, wenn man einen großen Rucksack nimmt, und die 19" Geräte in Decken einpackt. Vor einigen Jahren hätte ich dieses feine Süppchen nicht öffentlich gepostet, da ich Studiobetreiber war, und solche Erfahrungswerte ja bei Studios zum Geschäftsgeheimnis gehört. Mittlerweile sehe ich mich nur noch als Pianist, von daher kann ich das gerne rausposaunen
Ganz wichtig ist, den Flügel vorher durchstimmen zu lassen, oder selber stimmen. Das macht extrem viel aus.