Ich möchte nochmal auf den Threadtitel zurückkommen:
Nach den bisherigen Erkenntnissen zeichnet sich m.E. ab, dass das Böse – unter heutigen Gesichtspunkten betrachtet – nicht durch die Musik in die Herzen der Menschen gelangt.
Ich denke: Das „Böse“ ist, wie auch das „Gute“ , sowieso Bestandteil der Herzen der Menschen, und diese „einschleichende Beeinflussung“, die man – gerade wenn man diese älteren Zeiten betrachtet, vielleicht mal zitateweise hört oder liest, ist ja nur ein „zugeschriebenes“ Merkmal, eines, das sich Menschen ausgedacht haben.
Egal wer jetzt das Zitat aus der damaligen Zeit kreiert hat, und sich dabei auf religiöse Vorstellungen ( „Ein Gott – Ein Glaube“ oder auch „Dreifaltigkeit“ usw. ) berufen wollte,
der müsste ja diese Prinzipien auch auf weitere Sachverhalte der ( damaligen ) Lebenswelt übertragen – diese Sachverhalte müssten natürlich auffällig sein und größere Gruppen betreffen, die es wahrnehmen.
Dazu hatten die Mecker-Leute natürlich anscheinend KEINE Lust!! Das wäre auch ziemlich aufwendig.
Beispiele:
„Du, Katharine, der Ruppich-Nickel hat sein Dinkelfeld in VIER Teilfelder unterteilt, statt in EINS oder in DREI !! Da herrscht das Böse!! - wir sollten es dem
Institoris melden!!
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“
„Was ? Der Schreiner Holzapfel produziert Gabeln mit VIER Zinken?? Blasphemie!!“
„Wieviele Säcke Mehl nimmt der Bäcker da immer vom Müller mit?? FÜNF ??? - zur Hölle mit ihm!!“
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In Einzelfällen mag es natürlich so sein, dass bei manchen Menschen Musik eine enthemmende, aggressive oder auch verklärende Wirkung hat – vielleicht sogar schleichend.
Aber das hat sie nunmal so an sich, die Musik, und dagegen sind positive Auswirkungen meines Erachtens in der weitgehenden Überzahl.
LG, Olli
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